Kinderträume wahr machen

12.01.2018 10:47
Mit seinem Team ist Maik M. Graske, Vorsitzender des Vereins Maritime Kinderhilfe, stets auf der Suche nach Unterstützern, damit ausgewählte Projekte zielgerichtet verwirklicht werden können. FOTO: SUSA

ROSTOCK Als die Wildschweine im Frühjahr 2016 die Heimspielstätte des Freizeit-Sport-Vereins Nordost Rostock Hinterm Wall in Dierkow verwüsteten, mussten die jüngsten Kicker auf Fremdplätzen spielen. Die dafür erforderlichen, nicht geplanten Kosten übernahm der Verein Maritime Kinderhilfe e.V. „Mit einem Zuschuss bedacht haben wir auch den SV Warnemünde Fußball, sodass die jüngsten Spieler allesamt ins Trainingslager fahren konnten“, sagt Maik M. Graske. Wie der Vorsitzende des Vereins Maritime Kinderhilfe berichtet, werden zurzeit fünf musikalisch talentierte Mädchen und Jungen für ein Jahr gefördert, die das Konservatorium R. W. Regény Musikschule der Stadt Rostock besuchen.

„Zudem haben wir Kontakte zu Wohngruppen geknüpft, in denen Kinder ein Zuhause haben, die aus verschiedensten Gründen nicht bei ihren Eltern leben. Die Neuankömmlinge einkleiden oder mal einen Ausflug finanziell unterstützen: Die Möglichkeiten im Rahmen dieses, für uns neuen Förderprojekts sind vielfältig“, weiß der 51-Jährige aus ersten Gesprächen.

Als recht schwierig bezeichnet Maik Graske das Einwerben von Spenden und von materiellen Zuwendungen. „Unsere Erfahrungen zeigen aber, dass wir mit unserem Anliegen auf offene Ohren und Herzen stoßen, wenn wir gezielt um die Unterstützung für ein konkretes Härtefall-Projekt bitten“, sagt der Vereinschef, der zugleich Fraktionsgeschäftsführer des Wählerbündnisses UFR ist und über hilfreiche Kontakte in der Hansestadt verfügt. Ihm zur Seite stehen weitere sechs Vereinsmitglieder, die aus unterschiedlichen sozialen Schichten kommen und die alle ein Ziel vereint: Sie wollen Träume auch jener Kinder wahr machen, deren Eltern dies nicht können. „Die Anfänge unseres Vereins reichen bis ins Jahr 2009 zurück. Damals haben wir diesen unter dem Namen Schmarler Kinderhilfe mit dem Ziel gegründet, in der Krusenstern-Schule ein Frühstück für Mädchen und Jungen anzubieten“, erinnert sich der Rostocker. Das erfolgreiche Projekt wurde schließlich auch an zwei Schulen in Evershagen fortgesetzt. „Möglich war das auf der Grundlage eines EU-Projektes, mit dessen Hilfe wir unsere Bürgerarbeiter, also unsere Frühstücks-Frauen, bezahlen konnten.

Zudem unterstützten uns Lebensmittelmärkte und Rostocker Unternehmen. Als 2014 Bund und EU das Projekt beendet haben, schien das das Aus für unseren Verein“, sagt Maik Graske.

Doch so einfach aufgeben wollten die Ehrenamtler im Interesse bedürftiger Kinder nicht. „Mit der Umbenennung in Maritime Kinderhilfe machen wir deutlich, dass wir nicht nur in Schmarl, sondern in ganz Rostock aktiv sein und ganz gezielt bestimmte Projekte fördern wollen“, sagt der Vereinsvorsitzende, der etliche weitere Ehrenämter wie beispielsweise den eines Kleingartenvereinsvorsitzenden bekleidet.

„Natürlich habe ich eigentlich genug zu tun. Aber das Helfenwollen, das haben mir meine Eltern so vorgelebt. Und als Vater von zwei Töchtern stimmt es mich oft schon sehr nachdenklich, wenn ich von den Schicksalen anderer Kinder höre“, begründet Maik Graske sein Engagement. susa

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