Tradi Fake News

20.02.2017 16:55

Falschmeldungen, oder auch neuerdings Fake News, können versehentlich auftreten, oder sie sind bewusste Täuschungen. Wie ist es in diesem Fall ?

Am 21.12.2016 war im Städtischen Anzeiger zu lesen, dass alle elf Beiratsmitglieder des Ortsbeirates Stadtmitte sich darüber einig wären, dass das Traditionsschiff nicht in den Stadthafen gehört. Diese Aussage ist eindeutig falsch.

Weder gab es dazu jemals eine Abstimmung noch einen Beschluss des Ortsbeirates (s. Protokolle der letzten Jahre).

Der Sachverhalt wurde nun in der Sitzung des Ortsbeirates am 15. Februar 2017 aufgrund eines Klärungsbedarfs behandelt. Im Ergebnis dessen wurde folgendes herausgearbeitet:

„Zum Verbleib des Tradis gibt es im Ortsbeirat unterschiedliche Meinungen. Der Ortsbeirat steht aber hinter der Entscheidung der Bürgerschaft zur Durchführung eines Bürgerentscheids und wird das Resultat akzeptieren.“

Was ist nun aber in der Zeit seit der Veröffentlichung der Falschmeldung am 21.12.2016 geschehen?

Die Norddeutschen Neuesten Nachrichten veröffentlichten am 03.02.2017 und die Ostseezeitung am 06.02.17 die einheitliche Meinung der fünf Ortsbeiratsvorsitzenden im Nordosten, die sich auf die Falschaussage des Städtischen Anzeigers vom 21.12.2016 bezieht. Die Falschaussage vom 21.12.2016 war für die fünf Ortsbeiratsvorsitzenden eine Steilvorlage dafür, verstärkt zu argumentieren, dass das Tradi in Schmarl zu verbleiben hat.

Die fünf Ortsbeiratsvorsitzenden des Nordwestens verstießen dann noch gegen alle demokratischen Regeln, als sie vorschlugen, dass der von der Bürgerschaft beschlossene Bürgerentscheid seine Relevanz verloren hätte.

Man möchte den Beteiligten keine Absicht unterstellen, mit Falschaussagen zu manipulieren. Das Resultat ist aber eine Desinformation, die nicht nur die Bürgerinnen und Bürger unserer Hansestadt wieder einmal mehr verunsichert, sondern auch den Ortsbeirat Stadtmitte diskriminiert.

Falschmeldungen müssen aufgedeckt werden, da sie einen immensen Schaden bei der Meinungsbildung anrichten können. Es ist nur zu hoffen, dass bis zum evtl. Bürgerentscheid im September dieses Jahres nicht noch weitere Fake News veröffentlicht werden.

Rostock, 19.02.17
Thomas C. v. Widdern
Ortsbeiratsmitglied Stadtmitte

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